Chöre und Rockband begeistern 250 Gäste in der Festhalle

Chöre und Rockband begeistern 250 Gäste in der Festhalle

A-Capella-Gruppe "Akzente", Gerd-Schüttler-Chor sowie die Musikgruppe "CODEK's" gestalten fulminanten Abend

Die Arnsberger A-cappella-Gruppe „Akzente“ lud in die Festhalle der Bürgerschützen ein. Es kam ein über 250-köpfiges Publikum und auf die Bühne neben „Akzente“ der Gerd-Schüttler-Chor und die Rock-Band „CODEK’s. Es war eine Art Familientreffen, denn die Musiker haben alle ihre Wurzeln im Schüttler-Chor und die auftretenden Formationen werden von Chorleiter Dr. Peter Sölken als Bindeglied zusammen gehalten, der sein überragendes musikalisches Talent auch in die beiden Bands einbringt.

Den Anfang machte „Akzente“, die wie gewohnt ihre abwechslungsreichen Songs völlig ohne Musikinstrumente besinnlich, frisch und frech mit einer gehörigen Prise Humor würzten, wobei der klare Tenor von Dr. Oliver Daldrup brillierte.

Akzente-Moderator Florian Rechtsprecher bereitete das Publikum auf ein musikalisches Hineinsteigern in die Gefühlswelt „mit ruhigem Anfang bis zum dreckigen Rock“ vor. „We will pop You“, wandelte er das Motto des Abends „We rock You“ ab und das Publikum schmunzelte nach kurzem Innehalten. Als dann der über 30-köpfige Schüttler-Chor die Bühne füllte, spürte man die Besonderheit dieser Konzertveranstaltung: die ungeheure Klangfülle, mit der die überwiegenden Frauenstimmen des Chors die Festhalle füllten und den Songs der kleineren Gruppen völlig neue Dimensionen von Musikalität verliehen. Beginnend mit der glockenklaren Stimme von Rebecca Weber steigerte sich der fröhliche Chorgesang mit beeindruckender Wucht.

Nach der ersten Pause kam ein Bandwechsel: drei von den sechs Akzente-Sängern traten ab und zwei neue kamen hinzu. Auf der Bühne agierte jetzt CODEK’s mit ihren Instrumenten. Die geringe personelle Veränderung hatte jedoch eine völlig andere Musikrichtung zur Folge. Sich steigernder, knallharter Rock bestimmte das geballte Hörvergnügen, das nun zusammen mit den Chorstimmen von der Bühne ins Publikum dampfte. Dieses ließ sich schnell von einer Abba-Serie in unvergessene Musikepochen zurückversetzen und genoss Dominik Meiske mit seinem Tenor der hohen Töne als perfektes Grönemeyer-Double, dies mit A-cappella-Unterstützung und ungewohnter Chorbegleitung. Danach fanden die gecoverten Ärzte und Toten Hosen schnell begeisterte Liebhaber im Saal.

Auch die Augen kamen nicht zu kurz, wenn die Bühnenkulisse aus dicht gedrängten Köpfen des Chors im Takt hin-und herwogte und sich bei „Walking in the Sunshine“ mit Strohhüten, Sonnenbrillen und Blumenkränzen schmückte. Schließlich wurde man musikalisch in die sexuelle Befreiung der 60er Jahre zurück katapultiert, Glam Rock war angesagt und CODEK’s legte sich zusammen mit dem Chor knallhart ins Zeug.

Das erste Akzente-Stück „Happy together“ und das letzte mit allen Formationen „We are the Campions“ bildeten die Eckpunkte des fulminanten Spannungsbogens dieses einmaligen Konzertes mit seinem vielschichtigen Riesenaufgebot an Akteuren unterschiedlichster Stilrichtungen im harmonischen Zusammenspiel. Das von Anfang an begeisterte Publikum quittierte das vom Fußwippen bis zum Mitklatschen und Mitsingen, dass man sich schließlich fragte: Wer ist lauter, Chor oder Publikum? Egal, der Saal verschmolz zu einem einzigen begeisterten Chor, der mit der Sauerland-Hymne endete.

Das Programm war noch nicht zu Ende, den CODEK’s riefen zur After-Show-Party auf und die schnell frei gemachte Tanzfläche füllte sich spontan mit Fans.

Bericht: Jochem Ottersbach